Häufig gestellte Fragen
Wissenswertes
Allgemein
Sie erhalten eine hochqualitative, differenzierte und klinisch verwertbare Analyse des genetischen Profils Ihrer Patient*innen, die auch komplexe genetische Zusammenhänge berücksichtigt – als fundierte Grundlage für individualisierte Therapieentscheidungen.
Ja. PharmGenetix Burgenland verfügt über einen erfahrenen Medical Service, um Ärzt*innen vor der ersten Befundbesprechung mit Patient*innen entsprechend zu schulen. Für Rückfragen steht Ihnen jederzeit ein direkter Kontakt persönlich zur Verfügung.
PharmGenetix Burgenland orientiert sich an den Guidelines on Good Pharmacogenomic Practice der European Medicines Agency (EMA). Pharmakogenetik ist international etabliert und gewinnt in der klinischen Anwendung zunehmend an Bedeutung – insbesondere zur Optimierung von Wirksamkeit, Sicherheit und Verträglichkeit von Arzneimitteln1.
1Quelle: Swen Jesse J et al., The Lancet 2023 Feb 401;347-56, A 12-gene pharmacogenetic panel to prevent adverse drug reactions: an open-label, multicentre, controlled, cluster- randomised crossover implementation study (6.944 patients)
Ja. PharmGenetix Burgenland basiert auf zahlreichen aktuellen wissenschaftlichen Studien sowie anerkannten internationalen Leitlinien. Die Ergebnisse werden laufend an neue wissenschaftliche Erkenntnisse angepasst. Ziel ist eine klinisch fundierte, evidenzbasierte Unterstützung der Therapieentscheidung.
Analyse & medizinischer Nutzen
Grundsätzlich ist es immer gut zu wissen, welche Medikamente gut verträglich sind und von welchen, beispielsweise auf Grund von einem genetisch bedingt höheren Risiko für Nebenwirkungen, abgesehen werden sollte – auch in Notsituationen.
Besonders sinnvoll ist eine Analyse bei:
- Polypharmazie / Multimorbidität
- chronischen Erkrankungen
- wiederkehrenden Nebenwirkungen
- unzureichender Medikamentenwirkung
- Psychiatrie / Neurologie
- Kardiologie / Innere Medizin
- Schmerzmedizin / Onkologie
- unklaren Therapieverläufen
Die PGx TotalCare Gesamtanalyse umfasst sämtliche Wirkstoffe der Datenbank inklusive Interaktionsanalyse und Optimierungsvorschlägen.
Auch die folgenden Spezialanalysen werden von PharmGenetix Burgenland angeboten: 5-FU, Irinotecan und FOLFIRI (5-FU & Irinotecan).
Bitte kontaktieren Sie uns für individuelle Lösungen oder spezifische Fragestellungen.
Nein. PharmGenetix Burgenland untersucht ausschließlich Gene, die für Wirkung, Verträglichkeit oder Nebenwirkungen von Medikamenten relevant sind. Es werden keine genetischen Krankheitsrisiken oder Prädispositionen analysiert.
Die genetischen Analyseergebnisse selbst bleiben unverändert. Allerdings können Medikamenteninteraktionen den tatsächlichen klinischen Phänotyp beeinflussen. Genau deshalb integriert PharmGenetix Burgenland eine umfassende Interaktionsanalyse im PGx-Optimizer®, um Genetik und Begleitmedikation gemeinsam zu bewerten.
Qualität, Labor & Methodik
Die pharmakogenetische Analyse bei PharmGenetix Burgenland erfolgt mittels modernster molekulargenetischer Verfahren und nach höchsten Qualitätsstandards. Ziel ist eine besonders präzise und klinisch relevante Bestimmung genetischer Varianten, die die Wirkung und Verträglichkeit von Medikamenten beeinflussen.
Zum Einsatz kommen unter anderem:
- Hochwertige DNA-Extraktion, bevorzugt aus Blutproben (in ausgewählten Fällen auch aus Speichelproben möglich)
- Custom Open Array Technologie mit über 12.000 Real-Time-PCR Reaktionen pro Run
- Analyse von über 200 SNPs in mehr als 25 pharmakologisch relevanten Genen
- Digitale PCR zur Bestimmung von Copy Number Variations (CNV) mit hoher Linearität
- Sanger Sequencing zur gezielten Bestätigung komplexer Varianten
- Prüfung möglicher Allel-Dropouts
- Allelspezifische Analyse und vollständige Hybridanalyse für CYP2D6
Ein besonderer Fokus liegt auf dem Gen CYP2D6, das für den Abbau vieler klinisch relevanter Medikamente entscheidend ist. Gerade hier reichen Standardtests oft nicht aus – daher setzt PharmGenetix auf eine besonders umfassende Diagnostik.
PharmGenetix Burgenland testet ein umfassendes PGx-Panel mit mehr als 160 genetischen Varianten (Mutationen/SNPs), die für die Arzneimittelwirkung relevant sind. Dieses Panel wird laufend an neue wissenschaftliche Erkenntnisse angepasst.
Die Laboranalyse dauert durchschnittlich 6 Werktage, in manchen Fällen bis zu 10 Werktage. Nach etwa zwei Wochen liegt der vollständige Befund im PGx-Optimizer® vor.
PGx-Optimizer® & digitale Anwendung
Die Datenbank umfasst aktuell über 900 Wirkstoffe. Dadurch sind umfangreiche Interaktionsanalysen, Dosierungsempfehlungen und Therapieoptimierungen möglich.
Ja. Im PGx-Optimizer® können weitere Ärzt*innen hinzugefügt werden. Voraussetzung ist das Einverständnis der Patientin bzw. des Patienten.
Ja, der Zugang zu den Daten sowie zum PGx-Optimizer® steht Ihnen langfristig zur Verfügung.
Der Zugang zum PGx-Optimizer® ist sowohl für Ärzt*innen, als auch für Patient*innen kostenlos.
Datenschutz & Sicherheit
Ja. Der Patientenbefund wird laut PharmGenetix Burgenland auf Servern in Europa gespeichert. Im Labor sind Analyseergebnisse ausschließlich anonymisiert codiert, sodass kein elektronischer Zusammenhang zwischen Identität und Analyseergebnis besteht. Die Verarbeitung erfolgt nach geltenden Datenschutzstandards.
Service, Schulung & Support
Ja. PharmGenetix Burgenland bietet:
- persönliche Online-Schulungen
- Einführung in den PGx-Optimizer®
- laufende Unterstützung, z.B. bei Befundinterpretationen
Kosten & Erstattung
Es handelt sich um eine Privatleistung, die ÖGK übernimmt keine Kosten für eine PGx-Analyse.
Das hängt vom jeweiligen Tarif und Versicherungsanbieter ab. Eine individuelle Rückfrage bei der Privatversicherung wird empfohlen.
Internationale Entwicklung
Ja, in mehreren Ländern wird Pharmakogenetik bereits in unterschiedlichem Ausmaß in klinische Versorgungssysteme, Universitätskliniken und öffentliche Programme integriert. Der internationale Trend geht klar in Richtung personalisierte und präventive Arzneimitteltherapie.
PharmGenetix Burgenland orientiert sich an den Guidelines on Good Pharmacogenomic Practice der European Medicines Agency (EMA). Pharmakogenetik ist international etabliert und gewinnt in der klinischen Anwendung zunehmend an Bedeutung – insbesondere zur Optimierung von Wirksamkeit, Sicherheit und Verträglichkeit von Arzneimitteln1.
1Quelle: Swen Jesse J et al., The Lancet 2023 Feb 401;347-56, A 12-gene pharmacogenetic panel to prevent adverse drug reactions: an open-label, multicentre, controlled, cluster- randomised crossover implementation study (6.944 patients)
Ja. PharmGenetix Burgenland basiert auf zahlreichen aktuellen wissenschaftlichen Studien sowie anerkannten internationalen Leitlinien. Die Ergebnisse werden laufend an neue wissenschaftliche Erkenntnisse angepasst. Ziel ist eine klinisch fundierte, evidenzbasierte Unterstützung der Therapieentscheidung.